“John Maus - We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselfes kaufen im Shop für Kunst und Musik. Kernkrach Record Shop for Art and Music”

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Info
John Maus
We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselfes
Order-Nr.: UTR049

nur 16.00 EURO
(incl. 19% Mwst.)

SOLD OUT!

LP / Upset! The Rythem Records / 2011


Die Internetwelt hielt schon länger den Atem an, als das neue
John-Maus-Album angekündigt (und immer mal wieder verschoben) wurde.
Blogger spitzten die Tastaturen, Nerds schoben gespannt den C64
beiseite. Und doch hatte wohl kaum jemand mit einem derart großen Wurf
gerechnet. Ein versponnener, dunkler Traum, tief watend im frühen New
Wave und gleichzeitig futuristisch angehaucht.


Space-Core
nennt man diese Musik mitunter. Science-Fiction-Filmatmosphäre, schräge
Sounds und so weiter. Was auch immer auf der Schublade steht, es soll
egal sein. John Maus jedenfalls, der früher bei Ariel Pink und seiner
Haunted Graffiti mitwirkte und vor ein paar Jahren bereits zwei Alben
unter eigenem Namen veröffentlichte, hat mit seinem dritten Werk einen
echten „Quantum Leap“ hingelegt.


Womit wir gleich
beim ersten Höhepunkt sind. Denn nach dem Introstück „Streetlight“, das
verhallt und mit flirrend desorientierten Synthies durch die frühen
80er wabert, geht erwähnter Quantensprung noch ein paar Jahre zurück.
Ja, die ganz frühen Helden wie Joy Division kommen mal wieder in den
Sinn. Stoischer Basslauf, ein paar Synthietupfer und obendrauf ein tief
vernuschelter Gesang. Toll!


Doch das ist gar nicht alles. Zu
seinen Grabesvocals gesellen sich auf dem Album alsbald und ziemlich
kontrastierend gar liebliche Klänge. “… And The Rain“ und erst recht „Hey Moon“ (im Duett mit Molly Nilsson) packen sanfte Keyboards aus und entwickeln richtiges Suchtpotential.


Die
stilistischen Gegensätze, Lo-Fi-Sound vs. Orchestrales, Darkness vs.
Zuckersynthie, Melodie vs. Schiefgesinge – all das macht den enormen
Reiz aus. Darüber wirft Maus, am Doktor der Politikwissenschaften
arbeitend, textlich düstere und seltsame Netze aus, bei denen sogar ein
Songtitel wie „Cop Killer“ (keine Coverversion) wiederbelebt wird.


Zum Schluss lässt Maus auf diesem wirklich großen Wurf noch einen (un)heimlichen Hit vom Stapel und wir sind alle „Believer“. In die Church of John Maus oder so. Wenn das Satan oder die Tea Party wüssten!